Otto Kales

Drogist und Straßenbahner. Widerstandskämpfer. Hingerichtet.

* 1902   † 1943

 

Herkunft, Beruf, Funktionär der "Kinderfreunde"

Otto Kales wurde am 2.10.1902 in Wien geboren. Er arbeitete als Drogist und Straßenbahner. Er war Funktionär der "Kinderfreunde".

Ab 1934 Mitglied der KPÖ

1934 trat Otto Kales der KPÖ bei. Auch nach 1938 war er illegal für die KPÖ tätig.

Verhaftung, Todesurteil, Hinrichtung

Am 31. 1. 1941 wurde Otto Kales verhaftet und war ein Jahr in Einzelhaft im LG II Wien, dann Überstellung ins KZ Groß-Rosen, später retour nach Wien. Am 5. 11. 1942 wurde er gemeinsam mit L. Tomasek (hingerichtet) zum Tode verurteilt. Am 28.1.1943 erfolgte seine Hinrichtung im LG I in Wien.

Aus dem Urteil

„Am Straßenbahnhof des 10. Wiener Gemeindebezirks Favoriten bestand schon vor der Angliederung Österreichs an das Reich eine kommunistische Betriebszelle. Der Angeklagte Kales wurde durch den Kommunisten [Karl] Hruscha*) zur Zahlung eines Beitrages für diese Zelle aufgefordert (…) Vom Frühsommer 1938 ab liefen die gesammelten Beiträge bei dem Angeklagten Kales zusammen, der sie an einen kommunistischen Funktionär mit dem Decknamen ’Hugo Müller‘ weitergab. Im Oktober 1939 trat an die Stelle des Müller der Bezirksleiter für den 10. Bezirk, Emmerich Ascher**). Dieser machte Kales mit der Funktionärin Marie Fischer bekannt, der der Angeklagte in der Folgezeit viermal die Monatsbeiträge seiner Zelle im Betrage von je etwa 65. – RM ablieferte.“

Gedenktafel, Denkmal

Sein Name steht auf der 1945 enthüllten Gedenktafel am Straßenbahn-Betriebsbahnhof Favoriten (Wien 10, Gudrunstraße 153); ebenso auf dem 1953 enthüllten Denkmal am Straßenbahn-Betriebsbahnhof Erdberg (Wien 3, Erdbergstraße 202).

Gedenkort

Im ehemaligen Hinrichtungsraum des Wiener Landesgerichts findet sich sein Name auf einer der Gedenktafeln.

Die Gedenkstätte auf der Gruppe 40, Zentralfriedhof

Weblinks und Quellen


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